„Mucki“Wolle – Angorawolle

… ein Angorakaninchen läßt Haare.

Dank unermüdlicher Mitstreiter gelingt es mir immer wieder kleine Mengen, für mich exotisches, Basismaterial zum Spinnen zu bekommen.

Dieses mal ist es Angorawolle von einem Angorakaninchen namens Mucki.

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Willkommen

Meine Liebe gilt dem Handwerk, der Kunst und der Natur.
Immer wieder bin ich beeindruckt von dem, was Menschen mit ihren Händen und den verschiedensten Materialien erschaffen.

Aus diesem Grund verbindet diese Seite altes Handwerk – Mensch – Natur – Schamanismus – Tanz. Also Informationen, Anleitungen, Bezugsquellen und weiterführende Hinweise.

Warum das neue Design?
Freunde meiner Seiten haben sich nicht mehr zurecht gefunden. Mit diesem neuen Design soll das besser werden. Die vorherigen Seiten werden jetzt hier eingefüllt und nach und nach vom Netz genommen.

Den Mondberg Shop findet ihr auch weiterhin unter
www.mondberg.de

Ich wünsche Euch mit diesen Seiten Erholung, Information und Freude.

Wolle (4) – Zwirnen

Beim Spinnen entsteht ein sogenannter Eindraht. Zum Nadelbinding kann bereits dieser Faden verwendet werden. Zum Weben, Stricken, Häkeln oder Nähen sollte der Faden mehr Stabilität haben.

1.) Dazu zwei oder mehr Fäden zusammen“spinnen“. Die Garnknäule oder vollen Spindeln bereitlegen und die Fäden zusammedrehen. Dazu die Hauptspindel entgegengesetzt der gesponnen Richtung drehen – habt ihr einen rechtsherum gesponnen Faden, muß die Spingel links herum gedreht werden.

2.) Eine weitere Möglichkeit bietet eine alte indianische Zwirnart. Dabei wird aus einem Faden mittels Schlaufentechnik ein drei Faden starker Zwirn gedreht. Diese Technik lernt sich am besten durch zusehen und ausprobieren.

Wolle (3) – Spinnen mit der Handspindel

Mal ganz ehrlich, hat das jemand verstanden? Ich jedenfalls nicht. Also ein Stück fertiges Garn festbinden, dazu schaut Euch Abb. 1 und Abb. 2 an. Wer kein fertiges Stück Garn zur Hand hat, nimmt Rohwolle und verdreht diese per Hand zu einem Anfangsfaden. Ich persönlich halte nichts davon den Faden einfach am Spindelschacht hochzuführen (Abb. 1+2), sondern lieber noch ein paar mal schlangenänlich den Faden nach oben schlängeln lassen.

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Wolle (1) – Material zum Spinnen

Hier Erfahrungsberichte für…
a) … gekaufte Wolle des australischen Merinoschafes.
b) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – ungewaschen und gezupft
c) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – gewaschen und kardiert
d) … geschorene Wolle der heimischen Heidschnucke
e) … geschorene Alpakawolle – ungewaschen und gezupft
f) … geschorene Alpakawolle – gewaschen und kadiert

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Die Färbeküche

Erstmal: zum Färben verwendete Gerätschaften dürfen anderweilig nicht mehr gebraucht werden.

Ein Schrank oder Board zum Aufbewahren von den Färbematerialien, möglichst unerreichbar für Kinderhände. Am wichtigsten ist ein großer Kessel. Auf Flohmärkten kann man z.B. günstige emaillierte Wecktöpfe erstehen. Eine Koch- oder Feuerstelle fürs Erhitzen. Ein Thermometer ist auch sehr hilfreich. Plastikeimer, Wannen, Schüsseln für die Farben und zum Auswaschen. Wirklich sehr sinnvoll sind Gummihandschuhe, da die Salze die Haut angreifen und auch die Farbe mehrere Tage die Hände einfärbt. Zur passenden Dosierung eine Waage (Küchenwaage oder Briefwaage). Es wird außerdem ein Porzellanmilchtopf zum Auflösen der Metallsalze in kochendem Wasser empfohlen. Stabile Stöcke z.B. Besenstiele zum Aufhängen der gefärbten Wolle. Mullwindeln oder vergleichbare Stoffe zum Abseihen der Farbbäder. Eßlöffel, Teelöffel, Holzlöffel, Rührstab zum Rühren und Abmessen. Einige Materialien müssen zerkleinert werden, also wer mag noch einen Mörser oder Standmixer. Dann die kleinen Helfer Schere, Band, Plastiktüten, alte Leinentücher.
Für die Notizen und Beschriftungen der fertigen Arbeiten: Papier und Schreiber.

Der Färbekessel muß immer sauber gehalten werden, damit die Färbevorgänge fleckenfrei sind. In einem Buch habe ich gelesen, wenn der Emaillekessel Risse und Sprünge in der Emaille erhält ist er zum Färben nicht mehr zu gebrauchen, wohl aber zum Beizen oder Herstellen der Farbflotte. Ein Stahlkessel ist eine Anschaffung für Profi- oder Massenfärber. Profis schaffen sich auch irgendwann einen Kupfer- und einen Eisenkessel an. Es gibt Färbungen, die in diesen Kesseln besonder schön werden. Für alle anderen gibt es den Trick mit Kupfer- und Eisenrohr…

folgende Materialien sollten in ausreichender Menge auf Lager sein:

+ weiches Wasser also z.B. aus der Regentonne. Ansonsten Wasser aus dem Hahn durch einen Entkalker laufen lassen
+ grüne Seife, Kernseife oder Seifenflocken, Waschnüsse oder Seifenkraut – also eine natürliche Seife
+ Soda
+ Essigessenz

Färben

1) Farbflotte
Zum Färben wird eine Farbflotte angesetzt. Dazu wird der pflanzliche Rohstoff mit Wasser angesetzt und je nach Farbe muß diese mehrer Stunden oder gar Tage ziehen, wird gekocht und gesiebt.

2) Waschen und beizen
Das zu färbende Gut wird vorgewaschen und vorgebeizt, dazu die Wolle oder Stoffe z.B. mit Alaun erhitzt. Dann kommt der Stoff in die Farbflotte und wird wieder erhitzt.

3) Fixierung
Anschließend wird das Gefärbte gut ausgewaschen und mit Essig fixiert.
Teilweise sind die Farben nicht licht- oder waschecht, das bedeutet, das sie beim Waschen Farbe abgeben oder ausbleichen. Sie können einfach nachgefärbt werden.

4) Kombination von Beizen und Färben
Für das schnelle Färben zwischendurch wird der Stoff oder die Wolle zusammen mit der Farbe und dem Beizmittel erhitzt. Auch hier müssen die Stoffe vorher und hinterher gut ausgewaschen werden.

Felle gerben

Die Reinigung:
Da die fettreichen Unterhautschichten für Bakertieren u.ä. das reinste Schlaraffenland sind sollten diese entfernt werden. Die besten Ergebnisse erreicht ihr wenn ihr euch zu diesem Zweck einen einfachen Gerbebaum herstellt.
Hier reicht schon ein einfacher Balken von ca. 15-20cm Kantenlänge und ca. 1,50m Länge. Die eine Seite hobelt und raspelt ihr euch halbrund zurecht. Abschließend wird das Ganze noch mit Sandpapier geglättet. Kleinere Unebenheiten spielen, zumindest für den Hobbygerber, dabei keine allzugroße Rolle, jedoch sollten alle scharfen Kanten entfernt werden. Die eine Seite des Balkens bockt ihr euch nun auf eine angenehme Arbeitshöhe auf und schon kann es losgehen.

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