gehäkelte Wollweste direkt aus Wollvlies

Auf dem historischen Markt in Winterberg traf ich den Schäfer und seine Frau. Der Schäfer trug eine schöne Wester aus Schafwolle, die die Frau des Schäfers selbst gemacht hatte. Und weil die Frau des Schäfers sehr klug war, hat sie die Weste ganz einfach aus dem Rohflies eines geschorenen Schafes gemacht, ganz ohne spinnen.

Das mußte ich auch ausprobieren.

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Wolle im Kardenband

Ich habe Wolle von Schafen aus Deutschland (zum Teil aus dem Wittgensteiner oder dem Sauerland) genommen und zum Waschen und Kämmen zu einer der letzten deutschen Wollspinnereien gebracht.
Das Ergebnis ist eine schönes Kardenband, das noch einen Eigenfettanteil von ca. 5% hat und deshalb nicht mit Spinnfett behandelt wurde. Kleiner Wehmutstropfen ist, das sie nicht 100% gereinigt werden kann, es sind also noch das ein oder andere kleine Stück Grashalm in der Wolle, was rausgezupft werden muß. Alles im allem ist das Kardenband super geworden. Da macht Spinnen richtig Spaß und geht sehr einfach von der Hand.

Das Kardenband gibt es in wollweiß und braun. Die braune Wolle hat mich und den Wollmeister durch seine unerwarte gute Qualität überrascht. Sie kann auch zum Filzen verwendet werden.

Außerdem habe ich superweiches, feines, tolles Kardenband von Alpakas (aus Deutschland) in grau und braun. Das zu spinnen ist etwas schwieriger, weil die Fäden fast kein eigenes Fett haben, aber himmlisch flauschig im Ergebnis.

Handnähte

Leinen mit Leinengarn nähen:
+ super zu verarbeiten
+ verhält sich beim Waschen gleich
– schlecht maschinenennähbar
+ einzufärben

Wollstoff mit Wollfaden nähen:
+ hält
+ der dickere Faden zieht sich nicht durch, bzw. „schneidte den Stoff“
– er ist sichtbar
+ gut wieder aufzutrennen
– dicke Nadel = dicke Löcher

Wollfilz mit Wollfanden nähen:
+ der Faden kann mit dem Stoff verfilzen. Besonders haltbar
– verfilzt ist er nicht mehr aufzutrennen

Wolle (4) – Zwirnen

Beim Spinnen entsteht ein sogenannter Eindraht. Zum Nadelbinding kann bereits dieser Faden verwendet werden. Zum Weben, Stricken, Häkeln oder Nähen sollte der Faden mehr Stabilität haben.

1.) Dazu zwei oder mehr Fäden zusammen“spinnen“. Die Garnknäule oder vollen Spindeln bereitlegen und die Fäden zusammedrehen. Dazu die Hauptspindel entgegengesetzt der gesponnen Richtung drehen – habt ihr einen rechtsherum gesponnen Faden, muß die Spingel links herum gedreht werden.

2.) Eine weitere Möglichkeit bietet eine alte indianische Zwirnart. Dabei wird aus einem Faden mittels Schlaufentechnik ein drei Faden starker Zwirn gedreht. Diese Technik lernt sich am besten durch zusehen und ausprobieren.

Wolle (3) – Spinnen mit der Handspindel

Mal ganz ehrlich, hat das jemand verstanden? Ich jedenfalls nicht. Also ein Stück fertiges Garn festbinden, dazu schaut Euch Abb. 1 und Abb. 2 an. Wer kein fertiges Stück Garn zur Hand hat, nimmt Rohwolle und verdreht diese per Hand zu einem Anfangsfaden. Ich persönlich halte nichts davon den Faden einfach am Spindelschacht hochzuführen (Abb. 1+2), sondern lieber noch ein paar mal schlangenänlich den Faden nach oben schlängeln lassen.

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Wolle (1) – Material zum Spinnen

Hier Erfahrungsberichte für…
a) … gekaufte Wolle des australischen Merinoschafes.
b) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – ungewaschen und gezupft
c) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – gewaschen und kardiert
d) … geschorene Wolle der heimischen Heidschnucke
e) … geschorene Alpakawolle – ungewaschen und gezupft
f) … geschorene Alpakawolle – gewaschen und kadiert

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