Blog für Holzschuh“liebhaber“

Eine gar liebevoll gestaltete Seite (aus den Niederlande in englischer Sprache) voller wunderbarer Eindrücke rund um den Holzschuh findet ihr hier:

walk and work in wooden shoes
(leider wurde die Seite vom Netz genommen)

Bei den Bildern braucht ihr keine Fremdsprachen Kenntnisse, die sprechen für sich selbst.

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Peter hat uns freundlicherweise dieses Foto zukommen lassen.
Vielen Dank dafür.

Pflege von Hornprodukten

Horn ist ein organisch gewachsenes Naturprodukt. Es wird durch Erhitzen in seine Gebrauchsform gebracht. Artikel aus Horn sind giftfrei, farbecht, relativ elastisch, geschmacksneutral, säurebeständig und lebensmittelecht.

Folgendes ist bei Hornartikel zu beachten:
* Horn verträgt keine extreme mechanische Belastung, große Hitze oder lange und trockene Wärme.
* Hornartikel quellen unter Wasser. Das macht sie ungeeignet für die Geschirrspülmaschine, Benutzung mit kochenden Speisen oder „Liegenlassen“ in Wasser.
* Hornwaren ab und zu mit etwas Speisöl, Vaseline oder Melkfett einreiben und gründlich trocken nachpolieren. Das Pflegt Glanz und Maserung besonders schön.

Natürliches Horn ist immer automatisch lebensmittelecht und kann auch nicht von BSE Erregern durchsetzt sein, da es keine Nervenfasern enthält. (Auskunft EU-Kommission).

Je nach Bearbeitungsqualität kann ein Horn jedoch mehr oder minder stark riechen, vor allem bei Flüssigkeitskontakt. Deshalb vor Benutzung die Trinkhörner behandeln.

Vorschläge für das Behandeln von Trinkhörnern:
* Das Horn mit Wasser füllen und eine Gebissreinigungstablette zugeben. Nach etwas Zeit ist das Horn keim- und geruchsfrei. Gründlich nachspülen.
* Das Horn mit einer 5%igen Wasserstoffperoxydlösung ausspülen. Eine stärkere Dosierung bleicht die Maserung aus.
* Horn mit Wasser und Spüli füllen und mit einer konischen Flaschenbürste kräftig schrubben. Dann mit kaltem Wasser ausspülen.

So solltest Du lange Freude an Deinem Trinkhorn haben.

Handnähte

Leinen mit Leinengarn nähen:
+ super zu verarbeiten
+ verhält sich beim Waschen gleich
– schlecht maschinenennähbar
+ einzufärben

Wollstoff mit Wollfaden nähen:
+ hält
+ der dickere Faden zieht sich nicht durch, bzw. „schneidte den Stoff“
– er ist sichtbar
+ gut wieder aufzutrennen
– dicke Nadel = dicke Löcher

Wollfilz mit Wollfanden nähen:
+ der Faden kann mit dem Stoff verfilzen. Besonders haltbar
– verfilzt ist er nicht mehr aufzutrennen

Wolle (4) – Zwirnen

Beim Spinnen entsteht ein sogenannter Eindraht. Zum Nadelbinding kann bereits dieser Faden verwendet werden. Zum Weben, Stricken, Häkeln oder Nähen sollte der Faden mehr Stabilität haben.

1.) Dazu zwei oder mehr Fäden zusammen“spinnen“. Die Garnknäule oder vollen Spindeln bereitlegen und die Fäden zusammedrehen. Dazu die Hauptspindel entgegengesetzt der gesponnen Richtung drehen – habt ihr einen rechtsherum gesponnen Faden, muß die Spingel links herum gedreht werden.

2.) Eine weitere Möglichkeit bietet eine alte indianische Zwirnart. Dabei wird aus einem Faden mittels Schlaufentechnik ein drei Faden starker Zwirn gedreht. Diese Technik lernt sich am besten durch zusehen und ausprobieren.

Wolle (3) – Spinnen mit der Handspindel

Mal ganz ehrlich, hat das jemand verstanden? Ich jedenfalls nicht. Also ein Stück fertiges Garn festbinden, dazu schaut Euch Abb. 1 und Abb. 2 an. Wer kein fertiges Stück Garn zur Hand hat, nimmt Rohwolle und verdreht diese per Hand zu einem Anfangsfaden. Ich persönlich halte nichts davon den Faden einfach am Spindelschacht hochzuführen (Abb. 1+2), sondern lieber noch ein paar mal schlangenänlich den Faden nach oben schlängeln lassen.

Wolle (3) – Spinnen mit der Handspindel weiterlesen

Wolle (1) – Material zum Spinnen

Hier Erfahrungsberichte für…
a) … gekaufte Wolle des australischen Merinoschafes.
b) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – ungewaschen und gezupft
c) … geschorene Wolle vom heimischen Schaf – gewaschen und kardiert
d) … geschorene Wolle der heimischen Heidschnucke
e) … geschorene Alpakawolle – ungewaschen und gezupft
f) … geschorene Alpakawolle – gewaschen und kadiert

Wolle (1) – Material zum Spinnen weiterlesen

Die Färbeküche

Erstmal: zum Färben verwendete Gerätschaften dürfen anderweilig nicht mehr gebraucht werden.

Ein Schrank oder Board zum Aufbewahren von den Färbematerialien, möglichst unerreichbar für Kinderhände. Am wichtigsten ist ein großer Kessel. Auf Flohmärkten kann man z.B. günstige emaillierte Wecktöpfe erstehen. Eine Koch- oder Feuerstelle fürs Erhitzen. Ein Thermometer ist auch sehr hilfreich. Plastikeimer, Wannen, Schüsseln für die Farben und zum Auswaschen. Wirklich sehr sinnvoll sind Gummihandschuhe, da die Salze die Haut angreifen und auch die Farbe mehrere Tage die Hände einfärbt. Zur passenden Dosierung eine Waage (Küchenwaage oder Briefwaage). Es wird außerdem ein Porzellanmilchtopf zum Auflösen der Metallsalze in kochendem Wasser empfohlen. Stabile Stöcke z.B. Besenstiele zum Aufhängen der gefärbten Wolle. Mullwindeln oder vergleichbare Stoffe zum Abseihen der Farbbäder. Eßlöffel, Teelöffel, Holzlöffel, Rührstab zum Rühren und Abmessen. Einige Materialien müssen zerkleinert werden, also wer mag noch einen Mörser oder Standmixer. Dann die kleinen Helfer Schere, Band, Plastiktüten, alte Leinentücher.
Für die Notizen und Beschriftungen der fertigen Arbeiten: Papier und Schreiber.

Der Färbekessel muß immer sauber gehalten werden, damit die Färbevorgänge fleckenfrei sind. In einem Buch habe ich gelesen, wenn der Emaillekessel Risse und Sprünge in der Emaille erhält ist er zum Färben nicht mehr zu gebrauchen, wohl aber zum Beizen oder Herstellen der Farbflotte. Ein Stahlkessel ist eine Anschaffung für Profi- oder Massenfärber. Profis schaffen sich auch irgendwann einen Kupfer- und einen Eisenkessel an. Es gibt Färbungen, die in diesen Kesseln besonder schön werden. Für alle anderen gibt es den Trick mit Kupfer- und Eisenrohr…

folgende Materialien sollten in ausreichender Menge auf Lager sein:

+ weiches Wasser also z.B. aus der Regentonne. Ansonsten Wasser aus dem Hahn durch einen Entkalker laufen lassen
+ grüne Seife, Kernseife oder Seifenflocken, Waschnüsse oder Seifenkraut – also eine natürliche Seife
+ Soda
+ Essigessenz