Pflege von Hornprodukten

Horn ist ein organisch gewachsenes Naturprodukt. Es wird durch Erhitzen in seine Gebrauchsform gebracht. Artikel aus Horn sind giftfrei, farbecht, relativ elastisch, geschmacksneutral, säurebeständig und lebensmittelecht.

Folgendes ist bei Hornartikel zu beachten:
* Horn verträgt keine extreme mechanische Belastung, große Hitze oder lange und trockene Wärme.
* Hornartikel quellen unter Wasser. Das macht sie ungeeignet für die Geschirrspülmaschine, Benutzung mit kochenden Speisen oder „Liegenlassen“ in Wasser.
* Hornwaren ab und zu mit etwas Speisöl, Vaseline oder Melkfett einreiben und gründlich trocken nachpolieren. Das Pflegt Glanz und Maserung besonders schön.

Natürliches Horn ist immer automatisch lebensmittelecht und kann auch nicht von BSE Erregern durchsetzt sein, da es keine Nervenfasern enthält. (Auskunft EU-Kommission).

Je nach Bearbeitungsqualität kann ein Horn jedoch mehr oder minder stark riechen, vor allem bei Flüssigkeitskontakt. Deshalb vor Benutzung die Trinkhörner behandeln.

Vorschläge für das Behandeln von Trinkhörnern:
* Das Horn mit Wasser füllen und eine Gebissreinigungstablette zugeben. Nach etwas Zeit ist das Horn keim- und geruchsfrei. Gründlich nachspülen.
* Das Horn mit einer 5%igen Wasserstoffperoxydlösung ausspülen. Eine stärkere Dosierung bleicht die Maserung aus.
* Horn mit Wasser und Spüli füllen und mit einer konischen Flaschenbürste kräftig schrubben. Dann mit kaltem Wasser ausspülen.

So solltest Du lange Freude an Deinem Trinkhorn haben.

Handnähte

Leinen mit Leinengarn nähen:
+ super zu verarbeiten
+ verhält sich beim Waschen gleich
– schlecht maschinenennähbar
+ einzufärben

Wollstoff mit Wollfaden nähen:
+ hält
+ der dickere Faden zieht sich nicht durch, bzw. „schneidte den Stoff“
– er ist sichtbar
+ gut wieder aufzutrennen
– dicke Nadel = dicke Löcher

Wollfilz mit Wollfanden nähen:
+ der Faden kann mit dem Stoff verfilzen. Besonders haltbar
– verfilzt ist er nicht mehr aufzutrennen

Wolle (4) – Zwirnen

Beim Spinnen entsteht ein sogenannter Eindraht. Zum Nadelbinding kann bereits dieser Faden verwendet werden. Zum Weben, Stricken, Häkeln oder Nähen sollte der Faden mehr Stabilität haben.

1.) Dazu zwei oder mehr Fäden zusammen“spinnen“. Die Garnknäule oder vollen Spindeln bereitlegen und die Fäden zusammedrehen. Dazu die Hauptspindel entgegengesetzt der gesponnen Richtung drehen – habt ihr einen rechtsherum gesponnen Faden, muß die Spingel links herum gedreht werden.

2.) Eine weitere Möglichkeit bietet eine alte indianische Zwirnart. Dabei wird aus einem Faden mittels Schlaufentechnik ein drei Faden starker Zwirn gedreht. Diese Technik lernt sich am besten durch zusehen und ausprobieren.

Wolle (3) – Spinnen mit der Handspindel

Mal ganz ehrlich, hat das jemand verstanden? Ich jedenfalls nicht. Also ein Stück fertiges Garn festbinden, dazu schaut Euch Abb. 1 und Abb. 2 an. Wer kein fertiges Stück Garn zur Hand hat, nimmt Rohwolle und verdreht diese per Hand zu einem Anfangsfaden. Ich persönlich halte nichts davon den Faden einfach am Spindelschacht hochzuführen (Abb. 1+2), sondern lieber noch ein paar mal schlangenänlich den Faden nach oben schlängeln lassen.

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Felle gerben

Die Reinigung:
Da die fettreichen Unterhautschichten für Bakertieren u.ä. das reinste Schlaraffenland sind sollten diese entfernt werden. Die besten Ergebnisse erreicht ihr wenn ihr euch zu diesem Zweck einen einfachen Gerbebaum herstellt.
Hier reicht schon ein einfacher Balken von ca. 15-20cm Kantenlänge und ca. 1,50m Länge. Die eine Seite hobelt und raspelt ihr euch halbrund zurecht. Abschließend wird das Ganze noch mit Sandpapier geglättet. Kleinere Unebenheiten spielen, zumindest für den Hobbygerber, dabei keine allzugroße Rolle, jedoch sollten alle scharfen Kanten entfernt werden. Die eine Seite des Balkens bockt ihr euch nun auf eine angenehme Arbeitshöhe auf und schon kann es losgehen.

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