Ein Osterbrauch mitgeben von nanabuc aus Österreich:

Das Osterwasser schöpfen
Das ist ein uralter Brauch der weit vor die Christianisierung zurück geht.
Dabei wird vor Sonnenaufgang an einer Quelle, Freitag vor dem Ostarafest, Wasser geschöpft.

Dieses Wasser wird heute als Karfreitagswasser bezeichnet und zuhause aufbewahrt als Heilwasser. Bezeichnend dafür ist, das dieses Wasser nicht kippt – sprich nicht trübe wird oder anfängt zu stinken wie „normales“ Wasser das nach einiger Zeit tut wenn es in Flaschen aufbewahrt wird.
Lourdeswasser oder auch das Wasser aus der Blutquelle bei Glastenburey hat übrigens ebenfalls diese besondere Eigenschaft.
Auch Wasser das an anderen „besonderen“ Tagen geschöpft wird.

Aber zurück zum Osterwasser:
Dieses Wasser wurde also früher wie heute am Freitag vor Ostara, vor Sonnenaufgang, in den frühen Morgenstunden an einer Quelle, vorzugsweise Quellsprung, geschöpft. Dann wurde es in verschiedene Zeremonialhandlungen miteinbezogen welche alle die Fruchtbarkeit der Erde betrafen.

Die Felder wurden abgebrannt damit die Winterstoppeln die Erde frei gaben, heute sind davon in manchen Gegenden noch die Osterfeuer übrig.

Dann wurde die Erde für die erste Saat vorbereitet, welche auch gleich gemeinschafltich ausgebracht wurde. Am dritten Tag, dem Ostaratag werden die Felder mit dem geschöpften Wasser geweiht.

Eine oder mehrere Jungfrauen (Priesterinnen) gingen dazu mit dem Wasser über die Felder und verspritzen das Wasser wärend sie sangen und das restliche Volk tanzend und singend folgte.

Und das ganze bitte schweigend.

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