Infoblatt über Schamanismus

Der Schamanismus ist die bisher älteste bekannte Selbsthilfe- und Heilungsmethode der Menschheit. Kulturkreisunabhängig wurden und werden verschiedene „Reise-„Techniken mit teilweise erstaunlich gleicher Form auf allen Kontinenten der Erde praktiziert. In Mitteleuropa ist dieses Wissen durch den Lauf der Geschichte fast ganz verloren gegangen. Durch das momentan steigende Interesse der Menschen an Möglichkeiten ihr Bewußtsein zu erfahren treten unterschiedliche alte und neue Wissensquellen zu Tage. Somit finden auch verschiedene schamanische Methoden wieder Verbreitung. Traditionelle „indianische“ orientierte Praktiken wie Schwitzhüttenbau, Trancetänze, Medizinrad und andere Zeremonien verbinden die Menschen rituell mit der Natur.

Die schamanische Weltsicht beinhaltet die Einsicht, jegliche Art von Wahrnehmung als gleichwertig zu akzeptieren, z.B. aufwühlende Nacht- und seltsame Tagträume, einen Gegenstand zu sehen oder ihn sich vorzustellen, etwas zu riechen oder zu fühlen.

ALLES WAS ICH WAHRNEHME IST REAL.

Jeder Mensch hat seine persönliche Wahrnehmung und Verarbeitung dessen. Alle persönlichen Erfahrungen bilden zusammen das Wissen, das ebenso einzigartig wie der menschliche Fingerabdruck ist. Kein anderer Mensch kann beurteilen, ob Ihr Eindruck der „richtige“ oder der „falsche“ ist. Alles ist eigene Erfahrung.

JEDER MENSCH IST SEIN EIGENER EXPERTE.

In unserer Gesellschaft wird unserem Intellekt zuviel Gewicht beigemessen. Unser vieles Denken verfälscht die ursprünglichen Eindrücke. Durch schamanische Praxis wird die Intuition gefördert. Unsere innere Stimme, die Intuition, ist untrüglich. Die allererste Gefühlswahrnehmung, der erste Eindruck spricht die Wahrheit. Das ungefilterte Wissen vor dem Denken verschafft uns den Zugang zu wichtigen Informationen, die uns helfen uns richtig zu entscheiden und Situationen richtig einzuschätzen. Gefühle und Verstand in Balance erleichtert uns das Leben.

DIE ALLERERSTE WAHRNEHMUNG IST IMMER RICHTIG.

Durch unser vieles Nachdenken wird unser Leben schnell zu einer problembelasteten Realität. Bittere Ernsthaftigkeit erschwert das Gemüt. Haltung und Perspektive hierzu lassen sich verbessern. Es gilt das Prinzip der Leichtigkeit und Gelassenheit. „Lachen ist die beste Medizin“ – heißt es.

WORÜBER NICHT GELACHT WERDEN DARF , IST NICHT HEILIG.

Zum Ablauf:

Ein bestimmter Trommel- oder Rasselrhytmus erleichtert die Reise in nichtalltägliche Wirklichkeiten. Gereist wird indem die eigenen Aufmerksamkeit durch eine Nahtstelle von „hier“ nach „dort“ gelenkt wird. Als Hilfe gibt es bestimmte Visualisierungstechniken oder schamanische „Reisehaltungen“. In der dortigen Realität begegnen wir freundlich gesinnten Wesenheiten in Form von Kraft- und Schutztieren, Lehrern, Geistern und sonstigen Überraschungen. Sie stehen uns mit Rat und Tat zur Hilfe bereit. Durch diesen Kontakt können wir unsere Fragen beantwortet wissen, praktische Tips zur Problemlösung erlangen, unsere Zukunft sinnvoll gestalten.

Diese andere Realität oder Nicht-Alltägliche Wirklichkeit gliedert sich in drei Hauptbereiche. Die „Unterwelt“ ist als ein ursprünglicher Zustand zu verstehen, in dem die Energien (in unserem Verständnis als „gut“ und „böse“) wertfrei nebeneinander existieren. Die „Oberwelt“ ist eine weitere Realität, die wir zwecks Erholung und Weisheit bereisen. Dort haben sich die polaren Energien zu einer höheren Einheit verbunden. Außerdem die „Mittlere Realität“ in der unsere Körper existieren, in der wir mit unserem Tagbewußtsein leben.

Erste Schritte in die Nicht-Alltägliche Wirklichkeit sollten immer im geschützten und betreuten Rahmen unter Anleitung einer erfahrenen Person erfolgen.

DAS WESEN DES SCHAMANISMUS IST FREIHEIT.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Andreas Hübner. 06-03-04
(c) Textauszüge aus einem Infoblatt über Schamanismus mit freundlicher Genehmigung von Barbara Huth.

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