Färben

1) Farbflotte
Zum Färben wird eine Farbflotte angesetzt. Dazu wird der pflanzliche Rohstoff mit Wasser angesetzt und je nach Farbe muß diese mehrer Stunden oder gar Tage ziehen, wird gekocht und gesiebt.

2) Waschen und beizen
Das zu färbende Gut wird vorgewaschen und vorgebeizt, dazu die Wolle oder Stoffe z.B. mit Alaun erhitzt. Dann kommt der Stoff in die Farbflotte und wird wieder erhitzt.

3) Fixierung
Anschließend wird das Gefärbte gut ausgewaschen und mit Essig fixiert.
Teilweise sind die Farben nicht licht- oder waschecht, das bedeutet, das sie beim Waschen Farbe abgeben oder ausbleichen. Sie können einfach nachgefärbt werden.

4) Kombination von Beizen und Färben
Für das schnelle Färben zwischendurch wird der Stoff oder die Wolle zusammen mit der Farbe und dem Beizmittel erhitzt. Auch hier müssen die Stoffe vorher und hinterher gut ausgewaschen werden.

Felle gerben

Die Reinigung:
Da die fettreichen Unterhautschichten für Bakertieren u.ä. das reinste Schlaraffenland sind sollten diese entfernt werden. Die besten Ergebnisse erreicht ihr wenn ihr euch zu diesem Zweck einen einfachen Gerbebaum herstellt.
Hier reicht schon ein einfacher Balken von ca. 15-20cm Kantenlänge und ca. 1,50m Länge. Die eine Seite hobelt und raspelt ihr euch halbrund zurecht. Abschließend wird das Ganze noch mit Sandpapier geglättet. Kleinere Unebenheiten spielen, zumindest für den Hobbygerber, dabei keine allzugroße Rolle, jedoch sollten alle scharfen Kanten entfernt werden. Die eine Seite des Balkens bockt ihr euch nun auf eine angenehme Arbeitshöhe auf und schon kann es losgehen.

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